Sequence-of-Returns-Risiko: Warum die Reihenfolge der Renditen über Ihr Vermögen entscheidet

In der Entnahmephase zählt nicht nur, WIE VIEL Rendite Sie erzielen – sondern WANN. Ein Crash in den ersten Jahren kann Ihr Portfolio dauerhaft ruinieren, selbst wenn die Durchschnittsrendite "stimmt".

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↓ Das Peter-und-Bernd-Beispiel ansehen

📉📈 Gleiche Rendite, anderes Ergebnis
Crash am Anfang 📉 Pleite
Crash am Ende 📈 1,2 Mio €

∅ 7% Rendite bei beiden!

Gleiche Rendite, unterschiedliches Schicksal: Das Peter-und-Bernd-Paradox

🎭 Das Peter-und-Bernd-Paradox

Beide starten mit: 500.000 €
Beide entnehmen: 25.000 € pro Jahr
Beide haben über 30 Jahre: ∅ 7% Rendite p.a.
👨‍🦰 PETER
Crash am ANFANG
  • Jahr 1-5: -15%/Jahr
  • Jahr 6-30: +10%/Jahr
💸 Pleite nach 18 Jahren
VS
👨 BERND
Crash am ENDE
  • Jahr 1-25: +10%/Jahr
  • Jahr 26-30: -15%/Jahr
💰 Endvermögen: 1.200.000 €

Gleiche Durchschnittsrendite. Komplett anderes Ergebnis.

Stellen Sie sich zwei Rentner vor: Peter und Bernd. Beide haben 500.000 € gespart und entnehmen jährlich 25.000 €. Über 30 Jahre erzielen beide eine Durchschnittsrendite von 7%.

Der Unterschied? Peter erlebt in den ersten 5 Jahren einen Bärenmarkt. Bernd erlebt den gleichen Crash – aber erst am Ende seiner Entnahmephase.

Das Ergebnis ist erschütternd: Peter ist nach 18 Jahren pleite. Bernd vererbt über eine Million Euro.

Warum? Weil Peter in schlechten Jahren Anteile verkaufen muss, die ihr später bei der Erholung fehlen.

Was ist das Sequence-of-Returns-Risiko?

Das Sequence-of-Returns-Risiko (deutsch: Reihenfolgerisiko) beschreibt einen kritischen Effekt in der Entnahmephase:

Die Reihenfolge der Renditen entscheidet darüber, ob Ihr Vermögen reicht – nicht nur deren Durchschnitt.

In der Ansparphase ist ein früher Crash sogar vorteilhaft: Sie kaufen günstig ein und profitieren später von der Erholung.

In der Entnahmephase dreht sich das um: Sie müssen verkaufen, während die Kurse fallen. Das reduziert die Basis für spätere Erholungen dauerhaft.

📐 Die mathematische Realität

  • Entnahme bei -20% Kursstand = Sie verkaufen 25% mehr Anteile
  • Diese Anteile fehlen bei der nächsten Erholung
  • → Der Schaden ist dauerhaft, nicht temporär

Warum ist ein Crash am Anfang der Rente so gefährlich?

Ein großer Kurseinbruch zu Beginn der Entnahmephase wirkt wie ein "doppelter Schlag":

1
Das Portfolio schrumpft – aber Sie müssen weiter entnehmen
2
Sie verkaufen mehr Anteile – um den gleichen Euro-Betrag zu erhalten
3
Die Erholung kommt zu spät – weil die Basis zu klein geworden ist

Beispiel:

Ein 30% Crash im ersten Jahr reduziert 500.000 € auf 350.000 €. Wenn Sie dann 25.000 € entnehmen, sind das nicht 5% (wie geplant), sondern über 7% des reduzierten Vermögens.

Das Portfolio muss danach nicht nur den Crash aufholen, sondern auch die laufenden Entnahmen – ein Rennen gegen die Zeit, das oft verloren geht.

Der typische Denkfehler: "Im Schnitt habe ich doch 7%"

Viele Ruhestandsrechner (auch in Excel) arbeiten mit einer konstanten Rendite: "7% pro Jahr, jedes Jahr".

Das ist gefährlich, weil:

  • Volatilität ignoriert wird – reale Märkte schwanken stark
  • Die Reihenfolge fehlt – ob +20% im Jahr 1 oder Jahr 30 kommt, macht im Excel keinen Unterschied (aber in der Realität: enormen!)
  • Entnahmen idealisiert werden – als ob der Markt sich an Ihren Plan hält

Ergebnis: Sie fühlen sich sicher, obwohl Ihr Plan bei einem ungünstigen Renditeverlauf scheitern würde.

Wie MonteFinance das Reihenfolgerisiko sichtbar macht

MonteFinance simuliert nicht ein Szenario, sondern 10.000 verschiedene Renditeverläufe – mit guten Starts, schlechten Starts und allem dazwischen.

📊
Erfolgsquote: In wie vielen Szenarien reicht Ihr Vermögen?
⚠️
Risikoverteilung: Wann wird es typischerweise kritisch?
📉
Worst-Case: Was passiert bei besonders ungünstigen Verläufen?

Das Ergebnis ist keine "Ja/Nein"-Antwort, sondern ein realistisches Bild der Bandbreite möglicher Ergebnisse.

Excel / Konstant

Eine Linie = Ein Ergebnis

❌ Ignoriert Risiko
vs.

Monte-Carlo (MonteFinance)

10.000 Pfade = Alle Möglichkeiten

✅ Zeigt alle Risiken

Was hilft gegen das Reihenfolgerisiko?

Es gibt keine "Wunderlösung", aber mehrere wirksame Strategien:

💵

Cash-Puffer

2-3 Jahre Lebenshaltung in sicheren Anlagen (Tagesgeld, kurzlaufende Anleihen). Bei Crash: Entnahme aus Puffer, nicht aus gefallenem Portfolio.

📊

Dynamische Entnahme

Weniger entnehmen in schlechten Jahren, mehr in guten. Guardrails-Strategien automatisieren das.

→ Erfordert Flexibilität bei den Ausgaben
📉

Konservativere Entnahmerate

3% statt 4% = mehr Puffer für schlechte Jahre.

→ Erfordert mehr Startkapital oder niedrigere Ausgaben
🏛️

Bond-Tent / Gleitpfad

Höherer Anleihenanteil in den kritischen ersten Jahren, dann schrittweise Erhöhung der Aktienquote.

Häufige Fragen zum Sequence-of-Returns-Risiko

Was bedeutet Sequence-of-Returns-Risiko auf Deutsch?

"Sequence of Returns" bedeutet "Reihenfolge der Renditen". Das Risiko beschreibt, dass in der Entnahmephase nicht nur die Höhe, sondern vor allem die Reihenfolge der Renditen über den Erfolg entscheidet.

Auf Deutsch wird es oft als "Reihenfolgerisiko" oder "Renditereihenfolge-Risiko" bezeichnet.

Warum ist ein Börsencrash zu Beginn der Rente so problematisch?

Weil Sie weiterhin Geld entnehmen müssen, während Ihr Portfolio gefallen ist. Sie verkaufen also mehr Anteile zum niedrigen Kurs. Diese Anteile fehlen dann, wenn die Märkte sich erholen.

Das Portfolio muss nicht nur den Crash aufholen, sondern gleichzeitig die laufenden Entnahmen kompensieren – ein mathematischer Nachteil, der oft nicht mehr ausgeglichen werden kann.

Betrifft mich das Reihenfolgerisiko auch in der Ansparphase?

Kaum. In der Ansparphase ist ein früher Crash sogar vorteilhaft: Sie kaufen günstig ein und profitieren später überproportional von der Erholung.

Das Reihenfolgerisiko wird erst relevant, wenn Sie regelmäßig Geld entnehmen – also in der Entspar-/Entnahmephase (Ruhestand, FIRE, Sabbatical).

Die kritischste Zeit: 5 Jahre vor bis 10 Jahre nach Rentenbeginn (die sogenannte "Retirement Red Zone").

Kann ich das Reihenfolgerisiko komplett ausschalten?

Nur durch extrem konservative Anlagen (100% Tagesgeld/Festgeld), was aber aufgrund der Inflation das Langlebigkeitsrisiko erhöht – Ihr Geld verliert real an Wert.

Das Ziel ist daher nicht, das Risiko zu eliminieren, sondern es zu verstehen und zu managen: durch Puffer, flexible Entnahmen und realistische Planung.

Wie kann ich mein persönliches Reihenfolgerisiko testen?

Mit Monte-Carlo-Simulationen, die viele verschiedene Renditeverläufe testen – nicht nur den Durchschnitt.

MonteFinance simuliert 10.000 Szenarien mit Ihren persönlichen Daten und zeigt Ihnen, wie robust Ihr Entnahmeplan auch bei ungünstigen Verläufen ist.

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Planen Sie nicht für den Durchschnitt – planen Sie für die Realität.

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